24.10.2019

RIESIG im Meer - Sonderausstellung im Schloss Rosenstein, 24.10.2019 bis 14.06.2020

Pressemitteilung
Foto: M. Kovalenko

Stuttgart, 23.10.2019. Zwei Drittel unseres Planeten sind von Ozeanen bedeckt, im Durchschnitt rund 4.000 Meter tief. Hier gibt es genug Raum für Riesiges im Meer und die Giganten der Ozeane mit ihrer faszinierenden und oft überraschenden Vielfalt.

Eine Welt der Superlative

Die Sonderausstellung „RIESIG im Meer“ im Naturkundemuseum Stuttgart zeigt Ausmaße, Anpassungen und Leistungen zahlreicher Meeresriesen: Vom Riesenkalmar und Riemenfisch in der Tiefsee, schillernd bunten Korallenriffen, großen marinen Lebensgemeinschaften bis hin zu den Riesen des offenen Ozeans wie Walhai oder Sei- und Pottwal.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Es ist eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben, die Komplexität des Lebens auf der Erde und seine Gefährdung ständig bewusst zu machen. Ein fundiertes Wissen darüber ist eine essentielle Grundlage für viele  weitergehende Fragen im Zusammenhang mit dem Klimawandel, der Stabilität von Ökosystemen und der Artenvielfalt. Die Ausstellung „RIESIG im Meer“ vermittelt dies in einer beeindruckenden Vielfalt und Aktualität.“

In den Sammlungen des Naturkundemuseums lagernde Schätze sowie Erkenntnisse neuester Forschungen bilden die Grundlage der auf den Lebensraum Meer fokussierten Ausstellung.

„Wir präsentieren das größte Ökosystem unserer Erde auf eindrucksvolle Weise. Ich bin mir sicher, dass die Originale und originalgetreuen Nachbildungen, wie die eines acht Meter langen Walhais, begeistern werden. Unsere Besucher können in die Unterwasserwelt eintauchen und den komplexen - aber auch bedrohten - Lebensraum Ozean besser kennenlernen“, so die Direktorin des Museums Prof. Dr. Johanna Eder.

Abtauchen und staunen

Schon in der Urzeit gab es nicht nur riesige Dinosaurier sondern auch Giganten der Meere. Das Naturkundemuseum zeigt einen 182 Millionen Jahre alten Fischsaurier in sensationeller dreidimensionaler Erhaltung und das gewaltige Gebiss von Megalodon, dem großen Urzeithai, einem absoluten Top-Räuber der damaligen Weltmeere.

Auf die heute lebenden Rekordhalter unter den Riesen der Ozeane trifft man im völlig neu gestalteten Meeressaal im Schloss Rosenstein. „Mittlerweile haben wir gute Hinweise, warum, auf welchen evolutionären Pfaden manche Meeresorganismen so groß werden. Die wissenschaftliche Erklärung der Riesen mindert aber keineswegs die uralte besondere Faszination, die solche Giganten auf Menschen ausüben“, so Dr. Stefan Merker, der Kurator der Ausstellung.

Neben dem 13 Meter langen Seiwal, seit jeher ein Highlight der Dauerausstellung des Museums, lassen die Modelle des größten Fisches, des Walhais, sowie eines Weißen Hais den Besucher staunen. „‘RIESIG im Meer‘ ist eine Ausstellung der Superlative - ein packendes Erlebnis für die ganze Familie“, freut sich Ulrich Schmid, Leiter der Abteilung Kommunikation.

Nicht weniger imposant als die Nachbildungen der Meeresriesen ist das erstmals gezeigte  komplette Skelett eines Pottwals, des größten Zahnwals. Er findet seine Beute in der Tiefsee, einem der größten Lebensräume der Erde und gleichzeitig einem der extremsten, in den sich nur selten ein Mensch verirrt. Dort begegnen einem im ewigen Dunkel äußerst bizarre Organismen, legendär vor allem die mythenbehafteten Riesenkalmare. Doch auch der riesige Riemenfisch, Riesenkrabben und „Mini-Riesen“ wie Riesenasseln lassen sich in der Ausstellung entdecken.

Dass sich die Beschreibung „riesig“ nicht allein auf Körpermaße beziehen muss, wird im Themenraum „RIESIG komplex“ deutlich, denn Riesiges kann auch aus ganz Kleinem bestehen: Krillkrebse oder Fische schließen sich zu teils gigantischen Schwärmen von bis zu 100 Kilometern Länge zusammen. Winzige Korallenpolypen bilden ausgedehnte Riffe und damit die vielfältigsten, artenreichsten und farbenprächtigsten Lebensräume unter Wasser. Weniger bunt, jedoch nicht weniger komplex sind von Riesentang gebildete Unterwasserwälder, deren einzelne Gewächse mehr als 40 Meter lang werden können und zahlreichen Tierarten einen Lebensraum bieten.

Menschengemachte Probleme

Zur Ausstellung gehört aber auch riesiges „Menschengemachtes“: Gigantische Müllteppiche und Müllstrudel im Meer und der globale Klimawandel bedrohen weltweit ganze Ökosysteme. Auch mit diesen teils katastrophalen Einflüssen des Menschen beschäftigt sich die Ausstellung. „Wer einem Wal in seinem Lebensraum begegnet, wer die riesige Vielfalt intakter Korallenriffe oder die Eleganz riesiger Fischschwärme erlebt, versteht aber auch, wie wichtig es ist, die großen Probleme zu lösen, welche wir Menschen dem Meer bereiten“, so Dr. Stefan Merker.

Mit Virtual Reality Brillen auf Tauchfahrt

In einem nachgebauten U-Boot kann die Unterwasserwelt mit VR-Brillen zusätzlich interaktiv erforscht werden - eine virtuelle Tauchfahrt bis hin zum Meeresboden. Aber Vorsicht: Es sind RIESEN unterwegs!

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